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Bestattungskosten und Finanzamt

Ausgaben für die Bestatttung eines nahen Angehörigen können als außergewöhnliche Belastung in der Einkommensteuererklärung angegeben werden, sofern die Aufwendungen nicht aus dem Nachlass bestritten werden können oder durch sonstige im Zusammenhang mit dem Tod des Angehörigen zugeflossene Geldleistungen gedeckt sind.

Angerechnet werden aber nur zwangsläufige Bestattungskosten, die unmittelbar mit der eigentlichen Beisetzung zusammenhängen, und keine Aufwendungen zum Beispiel für Trauerkaffee, Trauerkleidung oder sehr aufwendige Grabstätten.

Ist ausreichend Vermögen im Nachlass vorhanden, können die Bestattungs- und Grabpflegekosten bei der Erbschaftssteuererklärung in Abzug gebracht werden. Ohne Nachweis höherer Kosten können dabei pauschal 10.300 Euro angesetzt werden (nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG).

Laut Bundesfinanzhof ist es außerdem (nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG) unter Umständen möglich, die Grabpflegekosten für ein vom Verstorbenen "ererbtes" Grab bei der Erbschaftssteuer in Abzug zu bringen, in dem nicht der Verstorbene selbst beigesetzt wurde (vgl. BFH Urt. vom 22.01.2020, Az.: II R 41/17).

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