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Überführung

Überführung
Spätestens 36 Stunden (in wenigen Bundesländern auch 24 bzw. 48 Stunden) nach dem Tod muss ein Verstorbener in eine Kühlzelle/Leichenhalle transportiert und dort verwahrt werden. Solche Kühlräume gibt es in städtischen Leichenhallen, aber häufig auch in Bestattungsinstituten. Den Transport übernimmt in der Regel der von den Angehörigen bzw. eventuell vom Verstorbenen bereits zu Lebzeiten bestimmte Bestatter (unter Umständen auch ein von diesem beauftragter Fahrdienst).

Das gilt auch bei einem Todesfall in Einrichtungen wie Heimen oder Krankenhäusern, wobei hier möglicherweise schon ein Bestatter von der Einrichtung aus mit der Abholung des Verstorbenen beauftragt wurde. Dessen weiteren Dienste müssen nicht in Anspruch genommen werden, für alles Weitere kann ein eigener Bestatter beauftragt werden. Ein von der Einrichtung beauftragter Bestatter darf dann nur die Abholung des Leichnams zum einem marktüblichen Preis berechnen und muss ansonsten den Leichnam an den Bestatter Ihrer Wahl übergeben.

Aufgabe des Bestatters ist es dann, den Verstorbenen nach der Abholung und Überführung in eine Kühlzelle hygienisch zu versorgen und einzusargen. Für den Transport erforderlich ist ein spezielles, dafür eingerichtetes Fahrzeug, der Leichenwagen (heutzutage auch Bestattungsfahrzeug genannt). Für den Transport des Leichnams benötigt der Bestatter unter Umständen bestimmte Papiere.

Neben der Überführung in eine Kühlzelle können weitere Überführungen anfallen, zum Beispiel vom Bestatter zum Krematorium oder zum Friedhof oder von der öffentlichen Leichenhalle zu einem weiter entfernten Friedhof - oder eben auch zu einem Krematorium. Klären Sie im Vorfeld mit dem Bestatter ab, welche Fahrten nötig sind und mit welchen Kosten dies verbunden ist. Unter Umständen werden mehrere Särge mit einem Fahrzeug gemeinsam transportiert. Wenn Sie dies vermeiden wollen, fragen Sie auch hier beim Bestatter nach.

Urnen werden übrigens häufig auch als Paket verschickt. Hier ist eine kostensintensive Überführung mit Bestattungsfahrzeug und Personal also nicht erforderlich. Es liegt aber im Ermessen der Auftraggeber, ob sie mit einem solchen Transport einverstanden sind.

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