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Hausaufbahrung

Hausaufbahrung
Viele Angehörige wünschen sich eine Aufbewahrung des Verstorbenen in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Die Aufbahrung eines Verstorbenen zuhause ist problemlos für ein bis zwei Tage nach dem Tod möglich, wenn dieser nicht an einer meldepflichtigen Krankheit gelitten hat. Selbst wenn der Tod in einem Heim oder Krankenhaus eingetreten ist, kann der Verstorbene noch nach Hause transportiert und dort aufgebahrt werden. Eine längere Aufbahrung müssen Sie in der Regel vom örtlichen Ordnungsamt genehmigen lassen. Holen Sie sich wegen der Details und Durchführung Rat beim Bestatter.

Je nach den äußeren Umständen (Temperaturen, Jahreszeit etc.) kann eine Aufbahrung bis zur Beisetzung zulässig sein. Die Höchstdauer für eine Aufbahrung zu Hause ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Der Verstorbene kann dabei - je nach geltenden Vorschriften - im offenen oder geschlossenen Sarg liegen.

Die Tradition der Hausaufbahrung ist fast in Vergessenheit geraten, gerät aber zunehmend wieder ins Gespräch. Viele kennen sie nur noch aus Filmen oder Büchern. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts war sie noch verbreitet. Verwandte und Freunde nahmen zuhause Abschied anstatt in einer Leichenhalle. Analog dazu wurden Verstorbene auch meist von der eigenen Familie versorgt, d.h. gewaschen und angekleidet. Heute hilft meist der Bestatter.

Die Erfahrung zeigt, dass es vielen Menschen sehr gut tut, verstorbene Verwandte zuhause aufzubahren und sich dort zu verabschieden. Betroffene berichten, dass sie durch die Nähe des Verstorbenen dessen Tod erst richtig begriffen hätten und dass sie diese Nähe durchaus als heilsam empfunden hätten.

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