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Särge

Denn wie man sich bettet, so liegt man 
Ökosärge Neuartige Sargmaterialen, wie biologisch abbaubare Kunststoffe oder Weidengeflechte, Pappe oder gar ein stabiles Pilzgeflecht sorgen für mehr Umweltfreundlichkeit.

Hölzer können aus regionalen Wäldern in nachhaltiger Forstwirtschaft gewonnen werden. Auf lösemittelhaltigen Leim, Lacke sowie Sarggriffe aus Metall oder Kunststoff kann verzichtet werden. Die Sargindustrie und kleinere Manufakturen bieten ausreichend Materialien und Arbeitsstoffe an, die biologisch abbaubar sind: Holzdübel statt Schrauben und Sarggriffe aus Hanf etwa. Derzeit kommen viele Billigsärge aus Osteuropa. Bei der Herstellung dieser Särge wird zugunsten eines niedrigen Preises auf Umweltverträglichkeit verzichtet. Ein guter Bestatter wird auch immer umweltfreundliche Produkte anbieten können. Fragen Sie daher nach.

Auch bei der Sargauskleidung sind viele Stoffe mittlerweile tabu. Naturstoffe wie Leinen oder Baumwolle sind gefragt.

Eine generelle Abschaffung der Sargpflicht steht zur Zeit in der Diskussion, da Muslime aus religiösen Gründen eine Beisetzung im Leichentuch fordern. Eventuell ist dies zudem aus ökologischer Sicht die bessere Alternative zum Sarg. Übrigens: Wie schnell ein Leichnam in der Erde vergeht, hängt nicht unbedingt vom verwendeten Sargmaterial ab, sondern vor allem von der Bodenbeschaffenheit und den Sauerstoffverhältnissen.



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